Stufen- und Treppenmarkierungen im Innenbereich

Treppen zählen zu den sicherheitsrelevantesten Bereichen in Gebäuden. Für Menschen mit Sehbehinderung entstehen Risiken dort, wo Stufenkanten optisch nicht eindeutig erkennbar sind oder Licht, Material und Nutzungssituation die Wahrnehmung erschweren.

Treppenmarkierungen machen Stufenanfang, -verlauf und -ende visuell klar erkennbar und reduzieren Sturzgefahren im Alltag.

Hervorhebung der Trittsstufe und Setzstufe durch Stufenmarkierungsbänder in verschiedenen Farben.

 

Eigenschaften                                                 Breite 

 Stärke 1,6mm                                                 • 25mm

 Rutschhemmung R11                                     • 50mm

 strapazierfähiges Material                              • 75mm

 selbstklebend, extrem gute Bodenhaftung     • 100mm

 geeignet für Gebäudeinnenbereiche              (Sondermaße möglich)

Funktion und Wirkung

  • klare visuelle Erkennbarkeit von Stufenkanten
  • sichere Orientierung beim Begehen von Treppen
  • Reduzierung von Fehltritten bei wechselnden Lichtverhältnissen
  • Unterstützung der barrierefreien Nutzung im Innenraum

Treppenmarkierungen sind keine gestalterische Ergänzung, sondern eine funktionale Sicherheitsmaßnahme.

Typische Ausführungen

  • Stufenmarkierungsbänder oder -profile
  • durchgängige Markierung über die Stufenbreite
  • kontrastreiche Absetzung zur Stufenfläche
  • rutschhemmende Oberflächen für den täglichen Betrieb

Entscheidend ist nicht das Material allein, sondern die dauerhafte Funktion unter realen Nutzungsbedingungen.

Häufige Fehler in der Praxis

  • zu geringe Kontrastwirkung zur Stufe

  • zu schmale oder unterbrochene Markierungen

  • falsche Positionierung an der Stufenkante

  • Ablösung oder Verschleiß durch Reinigung und Nutzung

Diese Fehler führen dazu, dass Markierungen zwar vorhanden sind, ihre Wirkung jedoch verlieren.

Planung und Einordnung

Treppenmarkierungen müssen im Zusammenhang mit Belag, Beleuchtung, Nutzungshäufigkeit und Reinigung betrachtet werden. Normative Anforderungen geben einen Rahmen vor, ersetzen jedoch keine fachliche Bewertung der konkreten Situation. Erst die richtige Kombination aus Position, Kontrast und Oberfläche sorgt für eine dauerhaft funktionierende Lösung.


Einordnung im Gesamtkonzept

Treppenstufenmarkierungen sind Teil eines barrierefreien Gesamtsystems. Ihre Wirkung entfalten sie nur dann, wenn sie sinnvoll in Wegeführung, Orientierung und Nutzung des Gebäudes eingebunden sind.

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